Ephesos, Izmir

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Ephesos

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Ephesos (lat. Ephesus, griech. Ἔφεσος, türk. Efes) war eine der bedeutendsten und ältesten griechischen Städte Kleinasiens (heute Türkei) im Altertum. Sowohl Name als auch ursprüngliche Besiedlung stammen aus vorgriechischer Zeit.
Ephesos liegt ungefähr 70 km südlich von İzmir unweit der türkischen Westküste (Ägäis) in der antiken Landschaft Ionien. Im Altertum lag es direkt am Meer. Durch Sedimentation sowie klimatische und seismische Veränderungen verschob sich die Küstenlinie im Lauf der Zeit nach Westen, so dass die Stadt heute mehrere Kilometer landeinwärts liegt.

Geschichte

Die ältesten Zeugnisse für die Anwesenheit von Menschen im Bereich der späteren Stadt Ephesos gehen bis ins Spätchalkolithikum um 5000 v. Chr. zurück. Bereits im 2. Jahrtausend v. Chr. war die aus hethitischen Texten bekannte und wahrscheinlich mit dem späteren Ephesos zu identifizierende Siedlung Apasa, im Land Arzawa gelegen, ein wichtiges Zentrum im Einflussbereich der hethitischen und mykenischen Kulturen. Aus der 2. Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. existieren minoische und mykenische Reste. Etwa im 10. vorchristlichen Jahrhundert begann die Besiedlung durch ionische Griechen.

Einheimische Lyder und Karer lebten nordöstlich des heutigen Stadtgebietes, die zugewanderten Griechen gründeten der Überlieferung nach eine eigene Siedlung namens Koressos. Nach der Eroberung durch den lydischen König Kroisos im Jahr 560 v. Chr. kam es zu einem Synoikismos, das heißt, mehrere Kleinsiedlungen wurden zusammengelegt und eine neue Siedlung auf einem Gebiet nahe beim Tempel der Artemis (Artemision), der als eines der sieben Weltwunder galt, errichtet.

Erst 296 v. Chr. wurde Ephesos durch den Diadochen König Lysimachos von Thrakien an die heutige Stelle verlegt sowie zeitweilig nach seiner Frau in Arsinoeia umbenannt. Seit dieser Zeit war Ephesos eine große Hafenstadt von fast 350 ha Fläche, die von 189 bis 133 v. Chr. zum Königreich Pergamon gehörte, nach 133 v. Chr. zum Römischen Reich.

Ephesos war eine der bedeutendsten und größten Städte des Römischen Reiches. Zahlreiche öffentliche Bauten entstanden, die sowohl von der Stadt als auch von reichen Bürgern finanziert wurden. Dazu zählten auch Tempel für die Kaiser Vespasian und Hadrian, die im Rahmen des Kaiserkultes verehrt wurden. Ephesos war auch Sitz des Statthalters (Proconsul) der Provinz Asia. Die Stadt behielt ihre herausragende Stellung bis in die Spätantike bei, einerseits als Wallfahrtsort und Bischofssitz, andererseits als Hauptstadt der (weltlichen) Diözese Asiana.

Auch in Zusammenhang mit der Entwicklung des Christentums ist Ephesos von Bedeutung: Im Neuen Testament ist der Epheserbrief enthalten, den der Apostel Paulus an die Christen der Stadt schrieb. Die christliche Gemeinde in Ephesos ist die Empfängerin des ersten Sendschreibens der Johannesapokalypse (Apk 2,1-7) an die sieben Gemeinden in Kleinasien (Apk 1,11). Der Legende nach soll Maria nach der Himmelfahrt Jesu sich mit dem Kreis der Frauen um Jesus und mit dem Apostel Johannes in Ephesus niedergelassen haben und bis zu ihrer eigenen Himmelfahrt viele Menschen in Heilkunde und religiösen Praktiken unterrichtet haben.

Im Jahr 431 tagte in Ephesos das von Kaiser Theodosius II. einberufene 3. Ökumenische Konzil, auch Konzil von Ephesos genannt, 449 die so genannte Räubersynode. Die Reste der 85 m langen, sogenannten Marienkirche wurden mehrfach als Ort des Konzils genannt; dies ist in der Forschung jedoch umstritten.

In byzantinischer Zeit verlor die Stadt allmählich ihre frühere Bedeutung, vor allem durch die zunehmende Verlandung des Hafens. 867 eroberte ein Heer der Paulikianer unter Johannes Chrysocheires die Stadt. Im Jahr 1090 – kurz vor dem Ersten Kreuzzug – wurde Ephesos von den Seldschuken erobert; in der Nähe entstand in türkischer Zeit der Ort Ayasoluk, später in Selçuk umbenannt.

Archäologie

Im 19. Jahrhundert begann die archäologische Erforschung von Ephesos mit der Suche nach dem Überresten des Artemistempels. Dabei wurden auch erste Teile der eigentlichen Stadt bekannt. Seit 1895 werden vom Österreichischen Archäologischen Institut planmäßige Ausgrabungen vorgenommen. Diese haben weite Bereiche der Stadt aufgedeckt, neben öffentlichen Bauten auch einige große Wohnhäuser ("Hanghäuser"), die mit Wandmalereien und Mosaiken zu den besterhaltenen privaten Wohnbauten im östlichen Mittelmeerraum gehören.

Im Sinne einer Restaurierung nach modernen Gesichtspunkten - teilweise erst nach Kongressen einschlägiger Fachleute - haben hier Österreichs Archäologen neue Wege beschritten. Auf diese (von manchem freilich als "Fleckerlteppich" empfundene) Art wurde z. B. die große Celsus-Bibliothek aus dem 2. Jahrhundert aus den vorhandenen Stücken restauriert. Nach dem großen Erdbeben hatten noch weitere sehenswerte Gebäude eine solche teilweise Wiederherstellung (Anastilosis) nötig - wie der Hadrianstempel und zwei Theater. In einem davon hat der Apostel Paulus die in der Apostelgeschichte geschilderte Szene mit den Devotionalienhändlern des Artemistempels erlebt.

Inzwischen wurden diese restaurierten Gebäude - wie auch die Marienkirche des Konzils von 431, zu einem großen touristischen Anziehungspunkt. An der Celsus-Bibliothek konnte erstmals eine Kurvatur bei einem römischen Gebäude nachgewiesen werden, eine leichte Krümmung, welche das Gebäude optisch perfekter erscheinen lassen soll. Derartiges war zuvor nur von griechischen Tempeln bekannt.

Wichtige Ausgrabungsfunde aus der Zeit vor 100 Jahren befinden sich heute in der Wiener Hofburg. Heute bleiben die Funde - wie international üblich - in Museen nahe den Ausgrabungsstätten.

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